Übers Salzkammergut

Die Landschaft des Salzkammerguts ist geprägt vom Flusssystem der Traun mit insgesamt 76 größeren und kleineren Seen, den Salzkammergutbergen (Dachstein, Totes Gebirge, Osterhorngruppe, Traunstein und Höllengebirge).

„Es ist landschaftlich einer der schönsten Teile der Deutschen Alpen [sic], mit lieblichen, lachenden Gegenden, freundlichen Städtchen und Schlössern, großartigen Gebirgskesseln mit dunkelgrünen Seen, tosenden Bächen, hochragenden Bergriesen, von denen sich Gletscher herabziehen.“
– Meyers Konversations-Lexikon, 1888

Der oberösterreichische und steirische Anteil des Salzkammergutes ist geprägt vom eiszeitlichen Dachsteingletscher, der sich in der größten Ausdehnung bis über seine nördlichen Grenzen hinaus an denHausruck erstreckte. Als er sich auf sein heutiges Ausmaß zurückzog, ließ er die vielen Seen als Gletscherrandseen stehen, ebenso manches Hochmoor.

Die aus unterschiedlichen Kalk- und Dolomitgesteinen (Wettersteinkalk, Dachsteinkalk, roter Liaskalk, Hauptdolomit) aufgebauten Gebirgszüge neigen durch ihren hohen Verkarstungsgrad zur Ausbildung ausgeprägter Höhlensysteme. So findet man im Dachsteinmassiv nicht nur die längste Höhle Österreichs (Hirlatzhöhle), sondern auch die tropfsteinreichste Höhle der Nördlichen Kalkalpen (Gassel-Tropfsteinhöhle, Schauhöhle).