Geschichte

Die Besiedlung des Salzkammerguts lässt sich bis in das Paläolithikum zurückverfolgen. In der Salzofenhöhle im Toten Gebirge und im Lieglloch bei Tauplitz wurden paläolithische Jagdstationen nachgewiesen.

 Eine der bedeutendsten Kulturen im darauf folgenden Neolithikum ist die Mondseekultur der späten Jungsteinzeit zwischen 3600 und 3300 v. Chr. mit ihren seeufernahen Pfahlbausiedlungen.

Der Name wichtiger Orte leitet sich von ausgeprägten Salzvorkommen der Region ab. Der Wortteil „Hall“ in Hallstatt geht auf das germanische Wort für Salz zurück, ein Begriff, der sich auch im Wort „Salzkammergut“ findet.

Schon die Illyrer und frühere Völker versiedeten nach 3000 v. Chr. salzhaltige Quellen und gewannen so Salz. Dieses Gewerbe nahm um 2000 v. Chr. einen frühindustriellen Charakter an.

Um 1500 v. Chr. begann mit dem Bronzepickel der bergmännische Salzbergbau, in Hallstatt befindet sich der vermutlich älteste Salzbergbau der Welt. Der Bergbau erreichte nach 1300 v. Chr. in der Nordgruppe des Hallstätter Salzbergbaues beträchtliche Tiefen und zeugte von hohen geologischen und technischen Kenntnissen.

Eine ganze Epoche ist nach dem Salzbergbau in Hallstatt am Hallstätter See benannt: die keltische Hallstattzeit (1200 bis 750 v. Chr.).

In den folgenden Jahrhunderten waren die Siedlungen im Salzkammergut jeher durch den Reichtum gut versorgt.

Das Bild des Salzkammerguts beginnt sich erst im 20. Jahrhundert zu wandeln. Weg vom Bergbau und Industrialisierung wird speziell durch das Aufkommen des Tourismus ab der Mitte des 18 Jahrhunderts die Salzkammergutregion zum Inbegriff der Sommerfrische (Kaiser-Stadt Bad Ischl).

Im Jahr 1997 wurde die Gemeinde Hallstatt und das Salzkammergut zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Die jungsteinzeitlichen Pfahlbauten (4.300 - 800 vor Christus) am Attersee und am Mondsee wurden im Jahr 2011 zum UNESCO-Welterbe erklärt.